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20211116 Frühchen
20211116 Frühchen, © Mathis Fotografie GmbH
20211116 Frühchen
20211116 Frühchen, © Mathis Fotografie GmbH

Gesundheit | Krankenhaus | Pflege | Pflegeschule

Weltfrühchentag: Früher Start ins Leben

Weltfrühchentag: Früher Start ins Leben

Der 17. November eines jeden Jahres steht traditionell im Zeichen der Frühchen. Weltweit wird am Weltfrühchentag auf die Kinder aufmerksam gemacht, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen und besondere Unterstützung beim Start ins Leben benötigen. Denn niemand ist zu klein, um ein wahrer Held zu sein. „Das Kernanliegen unserer erfolgreichen Modellvorhabens Dornbirn lässt kein Kind zurück ist es, Kindern vom ersten Tag an ein gelingendes Aufwachsen in Dornbirn zu ermöglichen. Das ist bei einem besonders frühen Start ins Leben umso wichtiger“, betont Gesundheitsreferentin und Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

„Während des Corona-Lockdowns im Frühjahr hatten wir viele Frühgeborene zu versorgen, die Anzahl ist erst in der zweiten Jahreshälfte etwas gesunken. Zudem mussten alle hygienische Maßnahmen zum Schutz der Kinder eingehalten werden. Unter hohem organisatorischen und technischen Aufwand konnte auch diese Herausforderung dank der hervorragenden Teamarbeit bewältigt werden“, erklärt Dr. Edda Haberlandt, Primaria der Kinder- und Jugendheilkunde. Pro Jahr werden rund 165 Frühchen auf der Neonatologie versorgt. „Wir haben einen eigenen Kaiserschnitt-OP für COVID positive Frauen eingerichtet und auf der Wochenstation einen Teil der Station für die Neugeborenen mit Müttern reserviert.“ Vorkehrungen, die auch in der aktuellen Situation wieder eine ernorme Bedeutung haben. Die strikte Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregelungen stehen in der Neonatologie aber ohnehin das ganze Jahr auf der Tagesordnung und zeigen auch in der aktuellen Pandemie ihre positive Wirkung. Wesentlich ist auch das Einbeziehen der Eltern in diesen herausfordernden Zeiten. „Körperliche Nähe und Fürsorge sind für die Frühchen ebenso wichtig wie die medizinische Versorgung“, ergänzt DGKP Manuela Lugmayr, die Stationsleitung, „unsere Erfahrungen und viele Studien belegen, dass Neugeborene und vor allem Frühchen bei intensivem Körperkontakt schneller wachsen, seltener an schweren Infektionen leiden, weniger schreien und ruhiger schlafen. Die Beziehung zwischen Kind und Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der Versorgung eines Frühchens.“ Distanz ist hier keine Option.
Am Welt-Frühchen-Tag gibt es normalerweise ein Treffen mit den kleinen Helden der vergangenen Jahre und ihren Eltern. Das ist auch in diesem Jahr leider nicht möglich. Trotzdem feiert das städtische Krankenhaus seine kleinen Helden. „Wir werden nicht nur modernsten medizinischen Standards gerecht, sondern nehmen auch auf die individuellen Bedürfnisse der jungen Familie Rücksicht“, betont Dr. Edda Haberlandt, Leiterin der Neonatologie. Auch in diesen schwierigen Zeiten, damit aus kleinen Helden ganz schnell große werden.

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